EDU Schweiz fasst klare Ja-Parolen für die Abstimmungen vom 14. Juni 2026
Medienmitteilung
Die Delegiertenversammlung der EDU Schweiz hat am Samstag, 11. April 2026, in Neuchâtel die Parolen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 14. Juni 2026 gefasst. Die Delegierten sprachen sich zu beiden Vorlagen deutlich für ein Ja aus.
Zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» stellte Ernst Wandfluh, Nationalrat SVP BE, die Pro-Position dar. Er verwies auf das starke Bevölkerungswachstum und die damit verbundenen Belastungen für Umwelt, Infrastruktur und Wohnraum. Ziel der Initiative sei es, die Zuwanderung wieder eigenständig zu steuern und bei Überschreiten von 9.5 Millionen Einwohnern Massnahmen zu ergreifen. Die Gegenposition vertrat Grégory Huguelet-Meystre, Präsident der FDP NE. Er warnte vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen, der Kündigung internationaler Abkommen und möglichen Mehrkosten. Zudem könnten Einschränkungen bei der Personenfreizügigkeit weitreichende Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft haben.
Die Delegierten beschlossen die Ja-Parole mit 78 Ja- zu 4 Nein-Stimmen bei 4 Enthaltungen.
Zur Änderung vom 26. September 2025 des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz) vertrat Stefan Holenstein, Oberst im Generalstab und Präsident des Verbandes Militärischer Gesellschaften Schweiz, die Pro-Position. Er betonte die Notwendigkeit, den Bestand von Armee und Zivilschutz zu sichern und den Wechsel in den Zivildienst gezielter zu regeln. Ziel sei es, die Einsatzbereitschaft langfristig zu gewährleisten und die Fairness zwischen den Dienstpflichtigen zu stärken. François Bachmann, Vizepräsident der EVP, verwies demgegenüber auf die wichtige gesellschaftliche Leistung des Zivildienstes und warnte vor negativen Auswirkungen auf soziale und ökologische Einsatzbereiche.
Die Delegierten beschlossen die Ja-Parole mit 79 Ja- zu 2 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen.
Die EDU Schweiz setzt damit ein klares Zeichen für eine eigenständige Steuerung der Zuwanderung sowie für die Stärkung der sicherheitspolitischen Strukturen.
Am Nachmittag fand die Mitgliederversammlung statt, mit dem Schwerpunkt der personellen Veränderungen im Vize-Präsidium und im Generalsekretariat:
Dabei wurde Vizepräsident Thomas Lamprecht nach seiner sechsjährigen Tätigkeit in der Geschäftsleitung der EDU Schweiz herzlich verabschiedet und sein nach Nachfolger Bruno Zürcher aus Au ZH einstimmig gewählt. Zudem wurde der designierte Nachfolger von Harold Salzmann im Generalsekretariat, Pirmin Müller, der vorerst mit einem 60%-Pensum bis Ende Jahr einsteigt, den Mitgliedern vorgestellt.
Für weitere Auskünfte:
- Daniel Frischknecht, Präsident EDU Schweiz, 078 839 25 83

