Wichtiges in Kürze

Schröder und Leuenberger. Simonetta Sommaruga. Vas Narasimhan. Und: Samuel Lehmann.

Von: Thomas Feuz

Politik

EU: lieber verbieten – statt lösen. Jüngstes Beispiel für die Misere der EU: Statt Schlepperei und Menschenhandel übers Mittelmeer das Wasser abzugraben, will die EU Flüchtlingsboote «Made in China» verbieten. Mehr noch: Statt Migrantenströme einzudämmen, will die EU «ein besseres Bild über die Handelsströme solcher Schlauchboote» erhalten (BlaA/24.8.17). Alles klar Schiff, Brüssel?!

Altsozialisten auf Abwegen. Gerhard Schröder geriet wegen seines Engagements beim russischen Energiekonzern Gazprom in die Schlagzeilen. Nun soll er VR-Mitglied des vom Kreml kontrollierten Erdölunternehmens Rosneft werden. | a. Bundesrat Moritz Leuenberger übernahm seinerzeit ein Mandat beim Bauriesen Implenia – angeblich, «um die SP-Elite zu ärgern.» Es lebe das Kapital…

Justizministerin: hyperaktiv – und träge. Bei der «Pride Ouest» sprach sich BR Simonetta Sommaruga für die «Ehe für alle» aus. Bei den rund 1600 gegen ihren Willen beschnittenen oder davon bedrohten jungen islamischen Mädchen (allein im Kanton BE!) scheint ihr Präsenz weniger wichtig.

«Schweizer Muslime politisch bilden.» Amir Dziri, Deutscher mit tunesischen Wurzeln, leitet neu das Zentrum für Islam und Gesellschaft in Freiburg. Der Theologe hofft auf eine Islamdebatte «ohne kulturkämpferische Töne» und weist auf die innere Zerrissenheit vieler Muslime hin: «Die Muslime in Europa leben in einer grossen Spannung zwischen dem Modell des Westens und ihren Herkunftsländern». Obwohl das verallgemeinernde «die» nicht stimmt: Viele wählen den islamistischen Weg.

Wirtschaft | Wissenschaft

«Eine aufrichtig menschliche Perspektive.» Diese Charaktereigenschaft wird dem neuen Novartis-CEO Vas Narasimhan (41), Arzt und seit 2005 globaler Pharma-Chef von Novartis, bescheinigt (BlaA). Der bis Ende Januar 2018 amtierende Joe Jimenez (57) hatte offenbar andere Qualitäten.

«Die besten Schweizer Jungunternehmen.» Diesem Thema widmete sich die gestrige Medienkonferenz von EXPERTsuisse in Bern. Weitere MK-Themen dieser Woche: «Burnout – Modewort oder Massenkrankheit?» (Di, Bern), «Legislaturplan 2017–2021» (Do, Rathaus Bern), «Warum Handel zu Service wird» (67. Intern. Handelstagung; Do, Rüschlikon) «Neue Pflanzenzüchtungsmethoden – Chancen und Risiken für die Land- und Ernährungswirtschaft» (Fr, Bern). (pressetext.com)

Gesellschaft | Religion

Definitiv kein «Marsch fürs Läbe» am Bettag. Nach den massiven Gegenaktionen in Zürich und Bern wich das OK auf den Flüeli-Ranft aus. Nun stützt der Oberwaldner Regierungsrat den negativen Entscheid von Sachseln und Kriens – weil die zu befürchtenden Ausschreitungen von Linksautonomen «mit dem kantonalen Ruhegesetz nicht vereinbar» seien. Honni soit qui mal y pense!

Gesagt

«Die Kirchen müssen Kante und Profil zeigen und öfter ihre Stimme erheben», forderte Samuel Lehmann, Chrischona-Prediger in Arbon, anlässlich der 20-Jahr-Jubiläumsfeier (s. unten) – auch betreffend Abtreibung. 27 Kinder seien in der Schweiz davon betroffen, jeden Tag. (SG-Tagblatt)

Jubiläen | Gedenktage

90: Renault Suisse – 85: Walter Pfenninger, «Globi»-Zeichner – 60: Seat – 40: Todestag Elvis Presley, «The King» – 25: Opferhilfe CH – 20: Film «Titanic»; Christliches Zentrum Posthof, Arbon – 15: Swiss

 

 

Worte der Woche


«Herr, du bist Gott und deine Worte sind Wahrheit.»
2. Samuel 7,28

 

«Himmel und Erde werden vergehen,
aber meine Worte werden nicht vergehen.»
Lukas 21,33