Wichtiges in Kürze

Nach dem Frauenstimmrecht. Vor der Abstimmung. Nach dem Terror. Vorsicht: «Toleranz.»

Von: Thomas Feuz

Politik

Frauenstimmrecht. Seit gut 35 Jahren sind Frauen stimm- und wahlberechtigt. Dessen «Mutter», Marthe Gosteli, verstarb letzten Freitag. Sie sagte einmal: «Als wir das Frauenstimmrecht endlich hatten, dachten viele Frauen, jetzt sei alles in bester Ordnung. Dabei war das erst der Anfang.»

Erdogan im Wahlwahn. Im Vorfeld der alles entscheidenden «Wahl» gingen die Wogen hoch. Kanzlerin Angela Merkel kritisierte die Verneinung des Landerechts für den türkischen Aussenminister durch NL; die Meinungsfreiheit gelte auch für türkische Politiker. «Das ist erst einmal klug», kommentiert «Spiegel online». «Die Frage ist nur, wie tragfähig Merkels Strategie auf lange Sicht ist. Denn sie setzt darauf, dass Erdogan irgendwann wieder zur Vernunft kommt. Im Moment aber lernt er, dass Dreistigkeit siegt.» Ein mutiges Wort! Dreistigkeit bleibt wohl (Polit-)Programm Erdogans.

D: «Wahlkampfthema Islam.»
Interessante Beobachtung von Stephan Wehowsky: «Der Islam gehört vielleicht nicht zu Deutschland, aber ganz sicher zum Wahlkampf.» (Journal 21)

Abstimmung vom 21. Mai. Die Delegiertenversammlung beschloss letzten Samstag in Regensdorf ZH mit 51:18 (9 Enthaltungen) die Nein-Parole (Referenten – Pro: NR Martin Bäumle, glp ZH; Kontra: NR Hansjörg Knecht, svp AG). Begründung: «Die EDU Schweiz wendet sich gegen planwirtschaftliche Zwänge des Energiegesetzes, welches für KMU und Privathaushalte enorme Mehrkosten mit sich brächten. Für die dringend nötige Ablösung der energetischen Abhängigkeit vom Ausland ist das EnG nicht der richtige Weg. Die einheimische Wasserkraft mit ihrer stabilen Stromproduktion darf nicht weiter zugunsten der instabilen Solar- und Windenergie finanziell geschwächt werden.»

Gesellschaft | Religion

Integration. Damit «es» gelingen kann, sind alle gefordert. «Ich freue mich riesig, dass viele Gemeinden und Kirchen begonnen haben, via Deutschkurs, Essenverteilung oder Aufgabenhilfe mit Asylanten in Kontakt zu treten. Wir benötigen aber auch Evangelisten, die wissen, wie man Muslime wirklich zu Jesus führt. Das fehlt vielfach», ist der interkulturelle Mitarbeiter Kurt Beutler überzeugt.

…und nun das!

«Gefährdete Minderheiten wie Juden und Muslime sollen besser geschützt werden», teilt der Bund mit. Interessant! Bis vor Kurzem wurde der Schutz jüdischer Einrichtungen abgelehnt; dies sei nicht Staatsaufgabe. Das Umdenken nach Nizza, Paris, Berlin und Stockholm ist zu begrüssen. Aber wovor sollen jene geschützt werden, die zunehmend unglaubwürdig werden? Vor sich selber, vor Kritik? Bis Ende 2017 soll ein «Schutzkonzept» vorliegen («…werden in einem ersten Schritt auch die jüdische und die muslimische Gemeinschaft miteinbezogen»); gleichzeitig wird im Bundesamt für Justiz eine Koordinations- und Ansprechstelle für Religionsfragen geschaffen. Merke: Möglich macht das nicht Vernunft und Sorge um die angestammte jüdische Bevölkerung, sondern – Terror.

Gesagt

«Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.» Thomas Mann

Jubiläen | Gedenktage

100: russische Revolution und Transport Vladimir Iljitsch Uljanovs (Lenin) im versiegelten Güterwagen – 90: Gründung des Fussballverbands Eretz Israel durch 14 Juden und 1 Araber – 54: BR Doris Leuthard – 35: Do-it-yourself von JUMBO – 30: Sonntagszeitung – 15: JOYCE (chr. Frauenzeitschrift)

 

 

Worte der Woche

 

«Er wird den Tod verschlingen auf ewig.»
Jesaja 25,8

 

«Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt
durch unsern Herrn Jesus Christus!»
1. Korinther 15,57