Wichtiges in Kürze

Keinen Preis für Antisemitismus. Hintergrund: IS. An Höhe gewonnen. Sterbehilfe. Und: Der erste Schritt.

Von: Thomas Feuz

Politik

Rassismus-Vorwurf an SP-Alt-Nationalrätin. Aus der geplanten Verleihung des Fischhof-Preises 2014 für Alt-NR Ruth-Gaby Vermot wird nun doch nichts. Vor zehn Jahren soll sie sich gegenüber einer Zeitung mit einer «Vermischung von Israelkritik mit Gefühlen des Antisemitismus» geäussert haben. (sda/4.10.14)

 

NRW 2015: CVP und BDP. Die beiden Parteien wollen offenbar künftig enger zusammenarbeiten. (NZZaS)

 

Hintergrund: IS. «Pakistans Taliban schwärmen vom ‹Islamischen Staat›», titelte Spiegel online gestern. Und: «Neidisch und fasziniert blicken Pakistans Taliban auf die blutigen Eroberungen des ‹Islamischen Staats› in Syrien und im Irak: Sie suchen den Schulterschluss, wollen eigene Kämpfer schicken – und spekulieren sogar auf Atomwaffen.»

«Kein einsamer Wolf», titelt das Hilfswerk Open Doors seine Meldung vom 3. Oktober. Darin heisst es u.a.: «Der Islamische Staat (IS/ISIS) bildet die Spitze der islamistischen Pyramide. Im Dschihad versuchen die Radikalen, Tatsachen zu schaffen – zum Beispiel das Ausradieren der  Wiege der Christenheit. (…) Salafisten lehnen jegliche Regierungssysteme ab, die nicht mit den islamischen Gesetzen übereinstimmen (z.B. auch saudisches und jordanisches Königshaus). Den Sockel der islamistischen Pyramide bilden u.a. die Muslimbruderschaft, Anhänger des politischen Islam in Europa und weitere islamistische Bewegungen. Viele würden in Europa clever und flexibel agieren, unnötige Konfrontationen mit der Gesellschaft vermeiden und teilweise an demokratischen Prozessen teilnehmen. (…) Der Erfolg liegt u.a. darin, dass der Islamische Staat eine Brücke zu extremen Gruppierungen und Einzelpersonen bildet, die sich bisher nicht aktiv für den Dschihad rekrutieren liessen. (…) Die Scharia wird mit exzessiver Gewalt durchgesetzt, Zuwiderhandlung wird im schlimmsten Fall mit öffentlicher Hinrichtung vergolten. (…) Zehntausende Christen konnten nur die Kleider mitnehmen, die sie am Leibe trugen. Und die Angst.» (Open Doors; Grundlage: Studie von Lorenzo Vidino, Wissenschaftler am «Center for Security Studies»)

Wirtschaft

Neuer «Stern» am Himmel. Letzte Woche hob der erste in der Schweiz hergestellte Helikopter SKYe SH09 auf dem Flugplatz Mollis GL ab. Der «modernste Helikopter der Welt» soll ab 2015 produziert werden.

 

NZZ: «online-Boom». «Die Schweizer Presse ist geübt darin, sich schlechtzureden: Strukturwandel, Rückgang der Leserzahlen, sinkende Werbeerlöse», schreibt die NZZ  online. Demgegenüber stellt der Verlag NZZ ein markantes Wachstum der Digital-Abonnements fest: «bereits 10% der verkauften Gesamtauflage.»

Gesellschaft und Religion

Wie viel ist genug? «Wir verbrauchen inzwischen die Ressourcen von 3 Planeten» (WWF im jüngsten Living Planet Report). «Der Naturverlust ist dramatischer als bisher angenommen. Die erfassten Tierbestände sind nur noch halb so gross wie vor 40 Jahren.» Der Rückgang in Lateinamerika beträgt mehr als 80%.

 

Für staatl. bew. Sterbehilfe. 67% der Deutschen sind gemäss einer Allensbach-Umfrage dafür, unheilbar Schwerstkranken auf deren Wunsch hin Sterbehilfe zu leisten (+ 8% gegenüber 2008). Zudem fordern 60 Prozent der Befragten, auch in D private Sterbehilfe-Organisationen wie in der Schweiz zu erlauben.

 

Blutgeld-App. Die vom islamischen Recht vorgesehene Sühneleistung («Blutgeld») kann in Dubai nun mit der App «Smart Prosecution» direkt überwiesen werden, meldet pressetext (29.9.14). Die App irritiere im religiösen Zusammenhang zwar, schaffe aber «die Möglichkeit, schnell Frieden zu stiften. Es ist eine bequeme Möglichkeit, möglichst rasch Busse zu tun», wird Marken-Experte Thomas Otte zitiert.

Treffend gesagt

«Es ist leichter, das letzte Wort zu haben, als den ersten Schritt zu tun.» Ernst Reinhardt


Worte der Woche


«Menschenfurcht bringt zu Fall. 

Wer sich auf den Herrn verlässt, wird beschützt.»

Sprüche 29,25

«Wer mich bekennt vor den Menschen, 

den will ich vor meinem himmlischen Vater bekennen.» 

Matthäus 10,32