Wichtiges in Kürze

Das grosse Schweigen... Schweiz und Nahost-Terror. Lachnummer Gender? Und: Dialog.

Von: Thomas Feuz

Politik

Zum Holocaust-Gedenktag. «Die Westmächte wussten spätestens ab 1942 von der Vernichtungsmaschinerie Deutschlands. 4 Mio. Juden hätten gerettet werden können – und Millionen anderer.» Die Vorwürfe des israelischen Premiers wiegen schwer. Jedoch: Auf der ganzen Welt stehen Diktatoren auf. Man schweigt – wie damals. Auch gegenüber der grössten aktuellen Bedrohung, der konsequent umgesetzten Lehre des Korans. Netanjahu: «…wir müssen uns selbst verteidigen können.»

F: Terror/Wahlen.
Die «grande nation» steht erneut unter Schock. Stärkt das die national(istisch)en Kräfte? «Käme es tatsächlich zu einem finalen Zweikampf Le Pen–Mélenchon, hätte die Rechtsextreme wohl mehr Chancen, denn es ist nicht anzunehmen, dass das breite bürgerliche Frankreich für einen radikalen Linken stimmt. Le Pen wäre plötzlich das kleinere Übel. Bereits jetzt sind einige bürgerliche Franzosen nahe an den Front National herangerückt. – Wer Mélenchon wählt, geht die Gefahr ein, dass Marine Le Pen in der Stichwahl gewinnt. Den Besonnenen bleibt also nur eins: Sie wählen entweder den wenig fassbaren und farblosen Emmanuel Macron oder den unehrlichen, im System und der Oligarchie klebenden François Fillon», hält ein Kommentator fest.

Die Schweiz als Förderin des Terrors? Während Israel, die EU und die USA die Hamas und die Hisbollah offiziell als terroristische Organisation aufgeführt haben, lehnt die Schweiz es ab, diese Gruppen auf eine schwarze Liste zu stellen. «Aussenminister Didier Burkhalter gilt allgemein als unfreundlich gegenüber Israel», heisst es in einer Zuschrift. Diesbezüglich hielt die Basler Zeitung vor Kurzem fest: «Die Schweiz finanziert in unterschiedlicher Weise Organisationen in Israel und den palästinensischen Gebieten, die die Vernichtung Israels und den Tod von Juden fordern.»

Gesellschaft

«Gender-Wahnsinn.» Nein, der Titel stammt für einmal nicht von einer jener Postillen, die die Zeichen der Zeit schon länger beim Namen nennen. Es ist ein Kommentar von eher unerwarteter Seite. Hintergrund: Das Online-Lexikon «Geschickt Gendern» («das Genderwörterbuch») will uns politisch korrekt sprechen lernen. Beispiele gefällig? Alt – neu: der Arzt – «die im ärztlichen Dienst stehende Person», der Dolmetscher – «die übersetzende Fachkraft», der Komponist – «die kompositionstätige Person», der Erzieher – «die Erziehungskraft», der Fahrer – «der Fahrzeugführende», der Mitbewohner – «der Wohnungsteilende», der Autor – «Autorenschaft», der Kellner – «die Servicekraft». Abstrus: «sportttreibende Person» statt Athlet, «die den Vorgang betreuende Person» statt Bearbeiter, «die Musikausübenden» statt Musiker, «die eine Professur ausübende Person» statt Professor, «die Hochseefachkraft» statt Seemann, «die Filmberühmtheit» statt Filmstar und «berichterstattende Person» statt Journalist. Vielleicht war die gute alte Zeit doch etwas weniger schlecht als der staatl. anerkannte und offensichtlich ganz normale Wahnsinn heute? «Die vorgeschlagenen Ausdrücke provozieren wegen ihrer Holprig- und Tollpatschigkeit wohl eher Lachausbrüche, als dass sie je in den Sprachgebrauch eingehen werden», meint Heiner Hug. (Journal 21)

Gesagt

«Dialog um des Dialogs willen ist bedeutungslos.» Shinzo Abe, Ministerpräsident Japans

Jubiläen | Gedenktage

150: Brennerbahn, Donauwalzer – 125: E. Zwicky AG – 75: Schweiz. Verband der Ernährungsberaterinnen –  50: Gottfried Locher, Präs. SEK/«höchster Reformierter» – 30: Klinik SG – 25: cft Schweiz

 

 

Worte der Woche

 

«Richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein.»
1. Samuel 7,3

«Eins ist wichtig: Ihr sollt als Bürger eurer Stadt leben,
wie es dem Evangelium von Christus entspricht.»
Philipper 1,27