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Über Todesstrafen

Leserbrief vom 15. Aug. 2015 zum Konflikt nach den Aussagen von Bischof Huonder zur Homosexualität

Auch das darf einmal gesagt werden: nicht das Wort von Bischof Huonder zur Homosexualität ist ein Ärgernis, sondern die Art wie es ausgeschlachtet wird. Leider bleibt dabei die Wahrheit wie so oft auf der Strecke, oder schlimmer: es geht gar nicht um sie.

Was hier unterschlagen wird, ist dass wir alle des Todes würdig sind, ob schwul oder „homophob“. So steht es in derselben Bibel, aus der Bischof Huonder zitiert hat, der Grundlage unserer (noch?) christlichen Gesellschaft: „Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.“ (Paulus‘ Brief an die Römer 3,12).

„Der Lohn der Sünde ist der Tod…“, schreibt Paulus weiter. Dazu genauso unmissverständlich: „… die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“

Die Zustände auf unserem Planet sind Beweis genug, dass dieses Buch nicht von einer anderen Welt erzählt!

Nicht zuletzt sind es die vermehrte Wahrheitsverdrängung und -Verdrehung, die uns auf solche Ideen bringen, wie die Ehe zur Diskussion zu stellen… Warum denn nicht gleich die politischen Rechte oder das Eigentum auch zur Diskussion stellen? Stehen diese in unserer (EID-genössischen!) Bundesverfassung nicht auf gleicher Stufe wie die Ehe?

Und tatsächlich zeigt sich beim genaueren Hinschauen, dass mindestens die politischen Rechte nicht minder angekratzt sind.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass hinter den zersetzenden Tendenzen ein gekonnt gelenktes „System“ steckt… 

Pierre Herter, Stickerstraße 7, 9113 Degersheim