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Familienergänzende Kinderbetreuung – Kindeswohl mit keinem einzigen Wort erwähnt

MEDIENMITTEILUNG

Die EDU Kanton St. Gallen findet es skandalös, aber nicht überraschend, dass in der heutigen Pressemitteilung des Kantons St. Gallens zur familienergänzenden Kinderbetreuung nur die Wirtschaftsinteressen, mit keinem Wort aber das Anliegen des Kindeswohls, erwähnt wird.

Das Kindeswohl – in allen anderen politischen und juristischen Entscheidungsprozessen ein praktisch unantastbarer Wert – muss dringend auch in der Strategie zum Thema familienergänzende Kinderbetreuung Einzug halten.

 

Dass der Kanton St. Gallen unter dem schweizerischen Durchschnitt liegt in Sachen Angebot für familienergänzende Kinderbetreuung liegt, kann nach Ansicht der EDU durchaus als Zeichen gewertet werden, dass im Kanton St. Gallen ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung Wert auf gesundes, dem Kindeswohl zuträglichen, Familienleben legt. Mit guten Gründen und nicht aus Nachlässigkeit wurde deshalb der Aufbau von externen Betreuungsstätten nicht stärker gefördert.

 

Dass der Kanton das Kindeswohl und damit auch die Weiterentwicklung einer gesunden Gesellschaft derart den wirtschaftlichen (und dem ideologisch motiviertem Ansinnen, arbeitstätige Mütter ausser Haus zu fördern) Interessen unterordnet, ist verheerend. Es zeigt aber auf, dass in der gesamten kantonalen Erziehungs- und Bildungspolitik – wie von der EDU und anderen Organisationen schon seit längerem angeprangert – nicht das Kind im Zentrum steht. Die Entwicklung des Kindes muss demnach – entgegen regelmässiger regierungsrätlicher Beteuerungen – in ideologische und wirtschaftliche Schemen eingepasst werden.

 

Für weitere Auskünfte:

Lisa Leisi, Präsidentin EDU Kanton St. Gallen lisa.leisi@STOP-SPAM.edu-schweiz.ch / 071 983 39 49

David Gysel, Sekretär EDU Kanton St. Gallen david.gysel@STOP-SPAM.edu-schweiz.ch / 071 420 92 64