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Abstimmung vom 8.3.15: Parolen der Delegiertenversammlung der EDU Schweiz

MEDIENMITTEILUNG

Die Delegierten der EDU Schweiz fassten am 10. Januar in Olten die Parolen für die Abstimmungsvorlagen vom 8. März 2015. Während die EDU-Delegierten die Familieninitiative klar guthiessen, wurde die Initiative zur Energiesteuer deutlich abgelehnt.

Nach den Grussworten des EDU-Präsidenten Hans Moser debattierten die rund 70 Delegierten über drei der anstehenden Abstimmungsvorlagen.

1. Volksinitiative "Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen": JA

(pro) Nationalrat Stefan Müller (CVP/SO): Das Geld soll dorthin, wo es hingehört, nämlich zu den Familien. Durch das heutige Zulagensystem können Familien in eine höhere Steuerprogression kommen, was nicht gerecht ist. 20% der Zulagen gehen an den Staat. Die Finanzierung des Staates kann nicht der Sinn die Kinder- und Ausbildungszulagen sein.

(kontra) Nationalrat Roland Borer (SVP/SO): Die heutige Familienpolitik ist sozial genug, es gibt bereits genügend Massnahmen, die Familien entlasten. Eine Annahme der Initiative würde zu hohen Steuerausfällen führen, das Geld würde anderswo fehlen. Von der Initiative würden in erster Linie Gutverdiener profitieren.

Die Delegierten der EDU Schweiz folgten mehrheitlich den Argumenten von Nationalrat Müller und hiessen die Familieninitiative deutlich gut. (Ja: 52, Nein: 16, Enthaltungen: 1).

2. Volksinitiative "Energie- statt Mehrwertsteuer": NEIN

(pro) Nationalrat Jürg Grossen (GLP/BE): Eine Steuer auf nicht erneuerbare Energien ist relativ einfach zu erheben, sie ist sozialverträglich und liberal. Sie reduziert die starke Energieabhängigkeit der Schweiz vom Ausland und bewirkt einen Innovationsschub für einheimische Energieformen, besonders auch in Berggebieten und Randregionen. Konsumenten können durch ihr Verhalten die eigene Steuerbelastung verringern.

(kontra) Nationalrat Roland Borer (SVP/SO): Die Abschaffung der MWST ist ein gefährliches finanzpolitisches Experiment. Die notwendigen Steuererhöhungen auf Benzin und Erdöl sind zu extrem und würden Randregionen einmal mehr zusätzlich belasten. Zudem würden sich Probleme bei internationalen Verträgen der Schweiz im Rahmen der WTO ergeben.

Die EDU-Delegierten würdigten die grundsätzliche Stossrichtung der Initiative, warnten aber vor den unvorhersehbaren Folgen der Initiative. Als grosse Gefahren wurden besonders der erwartete Benzintourismus und die negativen Auswirkungen auf Randregionen und die internationale Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz erwähnt. Die Initiative wurde daher deutlich abgelehnt (Ja: 4, Nein: 64, Enthaltungen: 2).