EDU engagiert sich für die Glaubens- und Religionsfreiheit sowie den religiösen Frieden
Die EDU begrüsst den Entscheid des Bundesrats, dass am 29. November über die Volksinitiative "gegen den Bau von Minaretten" abgestimmt wird. Sie will die Glaubens- und Religionsfreiheit erhalten, aber den in der Verfassung garantierten religiösen Frieden nicht gefährden. Darum sieht sie im Minarett Konfliktpotenzial. Denn: "Ein Minarett ohne Minarettrufer (Muezzin) macht keinen Sinn! Es ist so sicher wie das 'Amen in der Kirche', dass bald Gebetsrufer folgen und den Islam und Allah 'als den Grössten' propagieren", meint EDU-Grossrat Andreas Brönnimann (edu, Belp BE).
Die Minarettverbots-Initiative soll nicht in eine Diskussion über den Islam umfunktioniert werden. Vielmehr setzt die Initiative ein Zeichen gegen das Minarett als Symbol für den politischen, eroberungswilligen Islam. "Menschen, die aus islamischen Ländern geflüchtet sind, wollen in ihrer neuen Heimat keinen starken Islam. Das Minarett ist das Symbol dafür", sagte der ehemalige Korrespondent von Radio DRS und NZZ Dr. Heinz Gstrein an einem EDU-Seminar.
Für Glaubensfreiheit, für den religiösen Frieden – und darum gegen Minarette! Minarett und Muezzin: Minarette ohne Gebetsrufer machen keinen Sinn; sie gehören zusammen Konfliktpotenzial: Minarette haben Potenzial, den religiösen Frieden in der Schweiz zu stören effizientes Instrument: die Minarettverbots-Initiative bekämpft nicht Symptome, sondern löst ein Problem, bevor es entstanden ist einheitliche Lösung: ein Bauverbot in der Verfassung gewährleistet eine landesweit gültige Lösung Glaube braucht keine Türme! Ein Bauverbot für Minarette verletzt die Glaubensfreiheit nicht, aber Minarette können den religiösen Frieden in der Schweiz gefährden es geht auch ohne: "Felsendom" und Al-Aksah-Moschee in Jerusalem haben ebenfalls kein Minarett Kirchtürme sind keine Minarette: Kirchtürme sind Teil unserer Kultur und nicht mit Minaretten gleichzusetzen; Kirchenglocken sind wertneutral und damit keine "Gebetsrufer"
Den Islam verstehen: "Beim Islam geht es nicht nur um eine Religion, sondern um einen Glauben, der sich in allererster Linie politisch manifestiert. Das geschieht nicht demokratisch, sondern durch ein absolutes Machtstreben zur Erringung von Herrschaft und Macht." (Dr. Heinz Gstrein)
Verzicht: "Jede Religionsgemeinschaft ist aufgerufen, ihren Beitrag zum Erhalt des religiösen Friedens zu leisten!", fordert EDU-Nationalrat Christian Waber; dazu gehört der Verzicht auf Minarette schon bestehende Einschränkungen: bereits heute dürfen z.B. Juden und Moslems nicht schächten, dürfen keine Kruzifixe im öffentlichen Raum aufgehängt oder Tote nicht öffentlich verbrannt werden.
Service: ein Argumentarium steht demnächst zur Verfügung
Infos: - Nationalrat Christian Waber (Wasen i.E., BE), 079 411 00 30
- Grossrat Andreas Brönnimann (Belp BE), 079 356 29 70
- Parteipräsident Hans Moser (Buchs SG), 079 610 42 37
Medienmitteilung EDU Schweiz, Thun, 2. Juli 2009 in PDF Format
Seit Anfang Mai 2007 läuft das Sammeln von Unterschriften für die von SVP und EDU lancierte Initiative «gegen den Bau von Minaretten». Die Initiative verlangt, den Wortlaut «der Bau von Minaretten ist verboten» dem Artikel 72 der Bundesverfassung hinzuzufügen. Der betreffende Artikel regelt das Verhältnis zwischen Kirche und Staat. Dieser Ausgabe der RegioNews liegt ein Exemplar des Unterschriftenbogens bei.
Die laufende Initiative hat die religiös-symbolische Bedeutung des Minaretts zum Gegenstand. Zugleich fordert sie zur aktiven Debatte über die Frage nach dem Verhältnis von Islam, Christentum und Staat heraus. Mitreden kann, wer informiert ist. Hintergrundinformation zur Minarett-Diskussion liefert das Aktionskomitee «Stopp Minarett» mit der neuen Broschüre «Warum gegen Minarette?». Im Folgenden ist der Text der Broschüre auszugsweise abgedruckt. Das ganze Infoblatt kann gelesen und bestellt werden unter http://www.aseba.ch/.
Unterschiedliches Kulturverständnis
Tatsache ist, dass in der Schweiz heute über 400'000 Muslime leben. Tatsache ist auch, dass nur eine Minderheit davon ein fundamentalistisches oder gar militantes Verständnis ihrer Religion hat. Ein Grossteil der Muslime praktiziert erfahrungsgemäss den Islam rein formell und aus Tradition. Was man aber nicht vergessen darf ist, dass zwischen unserer westlichen Mentalität und derjenigen von Menschen aus einer muslimisch geprägten Kultur grosse Unterschiede bestehen. Die Westeuropäer sind von einer Kultur geprägt, in der die Religion keine grosse Rolle spielt und Demokratie und Individualismus vorherrschen. Für Menschen aus muslimischen Ländern sind Religion, Familie und Tradition das Fundament ihrer Kultur.
Islam in missionarischer Rolle
Für etwa 97 Prozent der in der Schweiz lebenden Menschen spielt der Glaube an Gott kaum eine Rolle. Muslime nehmen diesen Zustand als das wahre Christentum wahr und gelangen so verständlicherweise zur Überzeugung, dass das Christentum eine Religion von Bekenntnislosigkeit, Ich-Sucht und Unmoral ist. Dem stellen sie ihre Werte von Familie, Tradition, menschlicher und religiöser Verbindlichkeit und konkreter Moralvorstellungen entgegen und sehen sich daher auch in einer missionarischen Rolle. Islamische Mission richtet sich aber weniger auf die Bekehrung einzelner Menschen zum Islam, sondern hat laut der deutschen Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher vielmehr die Durchdringung der Gesellschaft zum Ziel, die Beeinflussung staatlicher und halbstaatlicher Stellen, um die islamische Ordnung und in letzter Konsequenz das islamische Gesetz hier im Westen einzusetzen.
Die Rolle des Minaretts
Beim Minarett gilt, dass dieses mit der muslimischen Religionsausübung nichts zu tun hat. Es ist ein Macht- und Eroberungssymbol. Kein Moslem ist in der Ausübung seiner Religion oder des Gebets eingeschränkt, wenn kein Minarett auf der Moschee steht. Keine Schrift des Islam, weder der Koran noch die heiligen Schriften Hadith, verlangen ein Minarett. Minarette wurden erst im Laufe der islamischen Eroberung, zuerst als militärische Wachttürme, nachher als Gebetstürme eingesetzt.
Daniel Zingg, Mitglied des Aktionskomitees «Stopp Minarett» und EDU-Nationalratskandidat zur Debatte gegen Minarettbauten: «Es soll darum gehen, christliche Werte aufrecht zu erhalten und nicht in die verführerisch komfortable weder-noch-sowohl-als-auch Position zu rutschen, die im Zeichen der Toleranz und Religionsfreiheit Intoleranz und Unfreiheit Platz macht. Wir Christen wollen uns positionieren und unsere Glaubensüberzeugung bekennen, so dass Muslime mit dem christlichen Glauben in Kontakt kommen und dadurch erfahren, was Freiheit bedeutet.»
Weitere Stellungnahmen von kirchlichen und religiösen Gemeinschaften zur Minarett-Diskussion sind zu finden unter http://www.inforel.ch/.
Bestellung Unterschriftenbogen: http://www.minarette.ch/


